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Der erste Blick, wenn man hineinkommt, fällt auf die Flamenco- Bühne, umrahmt von grünen Pflanzen, die am Ende des Patio aufgebaut ist. Der gesamte Hof ist von grünen Pflanzen bewachsen und rechts plätschert Wasser aus einem Brunnen und einem gemauerten Dächlein. Im Flamenco Centrum des Fosforito hüllt einen eine schöne Stimmung ein, sobald man den Hof betritt. Man hört überall leisen Flamenco- Gesang. Im ersten Ausstellungsraum findet man eine Übersicht über alle Flamenco- Palos. Wobei ich etwas irritiert bin, dass hier die Guajira nicht als Unterart der Alegría verzeichnet ist und noch manch andere Palos haben meiner Information nach andere Wurzeln und Verzweigungen. Man kann Cante, Baile und Toce der unterschiedlichen Palos als Video sehen. Per Kopfhörer kann man eine Sequenz anhören, und am Display auf dem Boden sieht man die Betonung als Kreis aufleuchten. Wie bei Karaoke kann man dann mit den Füßen mitstampfen oder so tun, als würde man Cajon spielen und dadurch den Rhythmus nachvollziehen.  Schwierig ist, dass an jeder Station ein Palo gerade mit Video läuft, das was man im Kopfhörer hört zum Mitlernen aber ein anderer Palo ist. Man kann auch nicht wählen, welchen Palo man gerne hören würde. Bei einer weiteren Station sind touch- screen, bei denen man einen Palo antippen kann und dann  Cante, Baile oder Gitarre abspielen. Es war nicht möglich zu steuern,  was man hören will, irgendwann haben die unterschiedlichen Palos durcheinander gesungen und gespielt,  Cante und Gitarre waren nicht synchron.

 

Hall of fame

Sehr schön aufbereitet ist „die Hall of fame“, in der viele berühmte Flamenco- Künstler und auch Festivals mit Bild zu finden sind. Passend dazu gibt es Schubladen, wenn man diese aufzieht findet man noch Informationen zu den Künstlern. Sehr beeindruckend ist, dass auch Videos abgespielt werden, wenn die Schubladen aufgezogen werden. Es könnte besser gepflegt sein, von Paco de Lucia fehlt das Todesjahr,  Manolete fehlt auch. Es gibt dann noch eine ganze Reihe mit vielen alten Bildern und Bildschirmen mit Filmsequenzen aus Flamencofilmen und ein lebensgroßes Video, in dem Fosforito erzählt über den Cante und das Centrum, das von ihm gestiftet wurde. Im ersten Stock findet man einen ganzen Saal, voll mit Bildern von Fosforito. Alle Preise, die er erhalten hat sind dort ausgestellt und man hört seine berühmtesten Cante, in überraschend guter Qualität aus den Lautsprechern. Im Raum  daneben kommen die Gitarren- Liebhaber auf ihre Kosten. Es sind einzelne Gitarren ausgestellt, z.B: die von Cruzampo oder Vicente Amigo  und bei einem Video kann man zusehen wie eine Gitarre hergestellt wird. Sehr entzückend ist der Raum mit den Puppenstuben. Hier sind die Höfe der Gitanos als Puppenstuben dargestellt, z.B. Buben, die mit Steinen nach Hühnern werfen und von oben eine Frau die runterschimpft, dass sie das lassen sollen. Oder ein Schuster.  Das meiste in der Ausstellung ist auf Spanisch und Englisch beschrieben. Der Eintritt ist kostenlos und allleine der schöne Innenhof ist sehenswert.

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